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So funktioniert Ihr Gehör: Der Weg des Schalls vom Ohr ins Gehirn
Team der Hörwelt Nürnberg
Hörakustik · 4 Fachgeschäfte in Nürnberg
Kurz gesagt
Das Ohr fängt Schallwellen ein, das Trommelfell und drei winzige Knöchelchen verstärken sie, und in der Schnecke verwandeln feine Haarsinneszellen die Schwingung in Nervensignale. Hören im eigentlichen Sinn passiert dann im Gehirn.
Außenohr und Gehörgang: der Trichter
Die Ohrmuschel ist mehr als Schmuck: Ihre Form sammelt Schall und hilft dabei zu erkennen, ob ein Geräusch von vorn oder hinten kommt. Durch den etwa zweieinhalb Zentimeter langen Gehörgang gelangt der Schall zum Trommelfell.
Der Gehörgang reinigt sich weitgehend selbst. Wattestäbchen schieben Ohrenschmalz eher tiefer hinein – bei einem verstopften Gefühl ist die Hausarztpraxis oder HNO-Praxis die richtige Adresse.
Trommelfell und Gehörknöchelchen: der Verstärker
Das Trommelfell ist eine hauchdünne Membran, die mit dem Schall mitschwingt. Dahinter liegen Hammer, Amboss und Steigbügel – die kleinsten Knochen des Körpers. Sie übertragen die Schwingung wie ein Hebel und verstärken sie dabei.
Diese Verstärkung ist nötig, weil das Innenohr mit Flüssigkeit gefüllt ist. Ohne sie würde ein großer Teil der Schallenergie einfach abprallen.

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Die Schnecke: wo Töne sortiert werden
In der Schnecke (Cochlea) sitzen tausende Haarsinneszellen. Am Eingang der Schnecke reagieren sie auf hohe Töne, an der Spitze auf tiefe. So wird jeder Klang wie auf einer Klaviertastatur zerlegt.
Die Zellen für hohe Töne liegen ganz vorn und bekommen jede Schwingung mit. Deshalb lassen sie im Laufe des Lebens meist zuerst nach – und darum werden Vogelstimmen oder Zischlaute wie „s“ und „f“ oft als Erstes leiser.
Einmal verlorene Haarsinneszellen wachsen beim Menschen nicht nach. Umso wichtiger sind Schutz vor Lärm und ein frühzeitiger Hörtest.
Hörnerv und Gehirn: hier entsteht das Verstehen
Der Hörnerv leitet die Signale ins Gehirn. Dort wird aus Tönen Sprache, Musik oder eine Warnung. Das Gehirn filtert auch: Es kann eine Stimme im Stimmengewirr hervorheben.
Bekommt das Gehirn über längere Zeit bestimmte Töne nicht mehr geliefert, verlernt es teilweise, sie zu verarbeiten. Hörsysteme versorgen es wieder mit diesen Reizen – am besten, bevor sich das Gehirn an die Stille gewöhnt hat.
Häufige Fragen
Quellen
Fachliche Prüfung durch Team der Hörwelt Nürnberg ausstehend · Stand: Oktober 2026




